inszenierungen
Die Abseitsfalle
Eine szenisch-musikalische Revue zur 10. FIFA Frauen-WM 2011 – Eine Koproduktion von Schauspiel, Musiktheater und Ballett
Premiere am 25.Juni 2011, Theater Augsburg
Alle zwei bis vier Jahre wird die Abseitsfalle, versuchsweise mithilfe von Bierdeckeln, Aschenbechern und Zigarettenschachteln, Generationen von Fußball-Laien erklärt. Wo genau ein Spieler zu welchem Zeitpunkt stehen darf, an dieser Frage sind schon Dates verunglückt, Beziehungen gescheitert, Freundschaften zerbrochen. Das große dramatische - und komische - Potential der ganzen Welt des Fußballs wird von den Schauspielern, Sängern und Tänzern des Theaters Augsburg ausgelotet, wenn sich die Freilichtbühne am Roten Tor in eine Fankurve mit Stadionatmosphäre verwandelt. Auch das Theater Augsburg sagt dem Klischee, Frauen verstünden nichts von Fußball, den Kampf an. Dabei werden neben den Geschichten über Platzverweise auf dem Beziehungsspielfeld auch die Nationen, die im FIFA Frauen-WM-Stadion gegeneinander antreten werden, musikalisch mit eingebunden. Nach dem großen Erfolg von Die Comedian Harmonists steht diesen Sommer eine neue, eigens entwickelte musikalisch-szenische Revue auf dem Programm, die mit spielerischer Leichtigkeit und Eleganz Steilpässe von Slam-Poetry zum Fanschlager, vom Opernzitat bis zum Popsong vorlegen wird: Anpfiff!
Inszenierung: Marcel Keller
Bühnenbild: Marcel Keller
Konzept und Dramaturgie: Manfred Weiß

FIFA Frauen-WM 2011
Hugo von Hofmannsthal
Jedermann
Premiere: 9.6.2011
Wie soll man leben? Jedermann hat Geld und weiß es auszugeben. Großzügig gönnt er sich alle Genüsse, die das Leben feiern. Gott aber sieht herab und will an Herrn Jedermann ein Exempel statuieren, um seine Macht auf Erden zu stärken. Er schließt mit dem Tod einen Pakt, der Jedermann – mitten im Leben stehend – vor das göttliche Gericht holen soll. Während des prunkvollen Trubels eines Festmahls, die Warnungen der Mutter verdrängend, Bitten der Armen und Geplagten von sich abschüttelnd, plagen Jedermann plötzlich beklemmende Visionen des Todes. Er hört seinen Namen und der Sensenmann erscheint. In banger Ahnung, dass sein Lebenswandel bestraft wird, erbittet Jedermann sich eine Stunde, einen guten Freund zu finden, der mit ihm zur Verhandlung schreitet. Weder Mensch, Geld, noch die allegorischen Figuren Gute Werke und Glaube sind bereit und in der Lage dazu. Jedermann muss handeln. Das mittelalterliche Motiv Hofmannsthals, bekannt über Salzburgs Grenzen hinaus, wird gerade unter freiem Himmel zu einem sinnlich-opulenten Schauspiel.
Inszenierung: Manfred Weiß
Ausstattung: Barbara Fumian

Hugo von Hofmannsthal
Henry Purcell
Klangwandeln im Zeitlabyrinth der Bibliothek
ein Musiktheaterprojekt der Opernklasse der Schola Cantorum Basiliensis, Basel
Aufführungen 18., 19., 20. März 2011, 19.30 Uhr
Regie: Manfred Weiss
Musikalische Leitung: Francesco Pedrini
Kostüm: Silvana Arnold
Licht: Cornelius Hunziker
Choreographie, Tanzkostüme: Barbara Leitherer
Konzeption, Dramaturgie: Christine Fischer
Einstudierung Harmoniemusik: Pierre-André Taillard
Regieassistenz: Anika Rutkofsky
Kostümassistenz: Ladina Jäckle
Schauspiel, Oper, Tanz, Konzert – nahezu alle theatralen und musikalischen Formen wurden im 17. und 18. Jahrhundert bei Hofe genutzt, um Besitz zu ergreifen: Besitz von den Orten, an denen sie aufgeführt wurden. Neue Gärten, Säle, Gebäude wurden über das theatrale Bespielen in den Herrschaftsbereich eingegliedert und vorgestellt. In barocker Tradition machen sich die Studierenden der SCB den neuen Ort ihrer Bücher, Noten und Tonträger, die Vera Oeri-Bibliothek, mit Musik, Tanz und Theater zueigen. Sie wecken die sonst im Labyrinth der Gänge, Regale und gegenseitigen Bezugnahmen verborgenen Klänge. Die zahlreichen Aufführungsorte wollen dabei vom Publikum selbst erschlossen, selbst erlaufen sein. Doch klare, zielgerichtete Wege sind selten und immer wieder neu zu überdenken: Mancher vielversprechend scheinende Verweis führt ins Leere, mancher Weg wird zur äusserlichen Wiederholung oder zum inhaltlichen Stillstand – wie auch bei Prozessen der Musik und ihrer Wissenschaft. Die verschlungenen Wege und die Vielfalt ihrer Sinneseindrücke erwecken eine eigene Sinngebung zum Leben, die jede KlangwandlerIn letztlich anders erlebt.
Es erklingt Musik von: Francesco Cavalli, Antonio Cesti, Girolamo Fresco baldi, Georg Friedrich Händel, Nicolò Jommelli, Johann Erasmus Kindermann, Antonio Lotti, Marin Marais, Claudio Monteverdi, Wolfgang Amadé Mozart, Antonio Salieri, Antonio Sartorio, Alessandro Scarlatti, Agostino Steffani, Georg Philipp Telemann
Es wirken mit: Lia Andres, Claudia Avila, David Bergmüller, Leandro Bermúdez Lafont, Sara Bino, Ziv Braha, Nadja Camichel, Sam Chapman, Monika Ecker, Salome Garate, Gabriel Jublin, Ozan Karagöz, Julie Kihm, Michael Lang, Matthew Lonson, Rahel Maas, Sebast ián Mariño, Angelica Monje, Sharon Prushansky, Diego Rivera, Jule Rosner, Corinne Sattler, Fran cesco Spendolini, Tomohiro Sugimura, Marie-Odile Vigreux, Maria Weber, Boris Winter, Julian Zimmermann u.a.
Workshop der Opernklasse der Schola Cantorum Basilensis, Basel
Von Frauen, die Männer singen, die als Frauen verkleidet sind: Geschlechterdarstellung im barocken Musiktheater
Vortragsabend: 6. Mai 2010
Regie: Manfred Weiss
Konzeption: Christine Fischer
Kostüme: Silvana Arnold
Korrepetition: Francesco Pedrini
Wohl kaum ein Sujet wirkt aus heutiger Sicht im barocken Musiktheater so unkonventionell wie die Darstellung von Geschlecht: Man trifft auf Verkleidungen über die gender-Grenzen hinweg, auf Männer mit Frauenstimmen (manchmal auch umgekehrt), auf kriegerische Frauen und liebebedürftige Männer, manchmal dargestellt von Kastraten mit ihren genre- aber nicht geschlechtsspezifischen stimmlichen und körperlichen Merkmalen. Mit der Einstudierung einer Folge von Opernszenen des 16. und 17. Jahrhunderts soll den heutigen Möglichkeiten einer szenischen Umsetzung der flexiblen Geschlechtergrenzen von damals nachgespürt werden.

Geschlechterdarstellung im barocken Musiktheater
Thomas Stiegler / Manfred Weiß
Prinzessin Ulla und die schöne Lau
Märchenoper von Thomas Stiegler (Musik) und Manfred Weiß (Text) ab 6 Jahren, UA
Württembergische Landesbühne Esslingen, 2009
Inszenierung: Manfred Weiß
Musikalische Leitung: Robin Engelen
Ausstattung: Barbara Fumian
Es spielen: Edit Faludi, Mirella Hagen, Sarah Sun, Guillermo Anzerona, Steffen Fichtner, Martin Nagy, Ensemble ascolta
Fotos: Andreas Zanner
Prinzessin Ulla kann nicht lachen. Weder die Spaßmacher noch klingende Geschichten oder tanzende Bären können ihr ein Lächeln entlocken. Da hört sie unter ihrem Fenster den Sänger Seppe. Der erzählt ihr, dass er auf dem Weg nach Blaubeuren ist, zum Blautopf, in dem einst die schöne Lau gelebt hat, die erst glücklich wurde, als sie fünf Mal von Herzen gelacht hatte. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise. Sie rudern über den Neckar, übernachten im Freien, wandern über die Alb. Schließlich erreichen sie den Blautopf. Da die schöne Lau nicht zu sehen ist, wird Ulla wütend. Plötzlich zieht eine unsichtbare Kraft die Prinzessin ins Wasser. Als sie wieder auftaucht, schweigt sie. Im Traum erscheint ihr die schöne Lau. Beim Erwachen ist ihr, als hätte sie gelacht. Doch nun ist Seppe verschwunden. Ulla sucht ihn. Ob sie am Ende auch von Herzen lachen kann?
Auf der Grundlage von Eduard Mörikes Erzählung von der «Schönen Lau» aus dem «Stuttgarter Hutzelmännlein» entstand eine moderne Märchenoper, phantastisch-bunt, spielerisch und weise: Sie handelt vom Glück, das sich uns jeden Tag unverhofft und leise zeigen kann, solange wir die Neugier und Offenheit Neues zu entdecken nicht verlieren. Dann wird unser Mut wundervoll belohnt: mit einem herzlichen Lachen.
Ein Auftragswerk der WLB in Kooperation mit Musik der Jahrhunderte/Netzwerk Süd und indieOper e. V..

Mirella Hagen, Sarah Sun,
Martin Nagy, Steffen Fichtner
Alessandro Scarlatti
Penelope La Casta
Schola Cantorum Basilensis, 2009
Musikalische Leitung: Andrea Marcon / Johannes Keller
Bühnenbild: Marion Menziger
Kostüme: Judith Pfeifer
Fotos: Susanna Drescher
Kurt Weill / Georg Kaiser
Der Silbersee
Theater Augsburg, 2009
Musikalische Leitung: John Kevin Edusei
Bühnenbild: Okarina Peter / Timo Dentler
Kostüme: Birgitta Lohrer-Horres
Fotos: Nik Schölzel
William Shakespeare
Was ihr wollt
Theater Augsburg, 2008
Bühnenbild und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler
Fotos: Nik Schölzel
Benjamin Britten
Ein Sommernachtstraum
Jubiläumsproduktion zum 150. Bestehen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Wilhelma Theater Stuttgart, 2007
Musikalische Leitung: Robin Engelen
Bühnenbild und Kostüme: Kersten Paulsen
Fotos: Monika Brückner
Manfred Weiß / Mike Svoboda
Figaro, kurz vor der Hochzeit
Uraufführung
Freilichtspiele Schwäbisch Hall, 2006
Bühnenbild und Kostüme: Birgitta Lohrer-Horres
Fotos: Jürgen Weller
Friedrich von Schiller
Don Carlos
Freilichtspiele Schwäbisch Hall, 2005
Bühne: Timo Dentler
Kostüme: Ilona Lenk
Fotos: Jürgen Weller
Henry Purcell
Dido and Aeneas
New Israeli Opera Tel Aviv, 2005
Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz
Bühnenbild und Kostüme: Ilona Lenk
Fotos: Hanoch Grizitsky
Joseph Haydn
Die reisende Ceres
Staatsoper Stuttgart, 2005
Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz
Bühnenbild und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler
Choreographie: Nina Kurzeja
Fotos: Nik Schölzel
Stephen Oliver
Mario und der Zauberer
Staatsoper Stuttgart, 2004
Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz
Bühnenbild und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler
Choreographie: Nina Kurzeja
Fotos: Nik Schölzel
Inszenierungen
Dmitri Schostakowitsch
Moskau – Tscherjomuschki
Staatsoper Stuttgart, 2003
Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz
Bühnenbild und Kostüme: Okarina Peter und Timo Dentler
Choreographie: Nina Kurzeja
Fotos: Nik Schölzel
Weitere Inszenierungen (Auswahl)
Guiseppe Verdi
La Traviata
Schloßfestspiele Weikersheim, 2005
Mike Svoboda / Manfred Weiß
Alphorn-Therapy (UA)
Freilichtspiele Schwäbisch Hall, 2004
Manfred Weiß / Ali N. Askin
Zur Sonne, zur Freiheit (UA)
UA: Nationaltheater Mannheim, 2003
Heinrich von Kleist
Der zerbrochene Krug
Theater Biel/Solothurn, 2002
Carl Maria von Weber
Der Freischütz
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, 2001
Thomas Bernhard
Die Macht der Gewohnheit
Städt. Bühnen Bielefeld, 2001
P.C. Beaumarchais/Manfred Weiß
Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit (UA)
Theater Biel/Solothurn, 2001
Wolfgang Amadeus Mozart
Cosi fan tutte
Theater Biel/Solothurn, 2000
Manfred Weiß
Deine Chance (UA)
Nationaltheater Mannheim, 2000
Manfred Weiß
Halbes Leben oder Eins ist Noth (UA)
Nationaltheater Mannheim, 1998
Anna Deavere Smith
Twilight – Los Angeles, 1992 (UA)
Staatsschauspiel Hannover, 1997
Bühnen der Stadt Köln, 1998
Georg Büchner
Woyzeck
Edward Bond
September (UA)
Staatsschauspiel Hannover, 1994
Michael Frayn
Der nackte Wahnsinn
Theater der Stadt Erfurt, 1994
Carl Sternheim
Bürger Schippel
Staatstheater Braunschweig, 1993
Eugene Labiche
Der glückliche Dritte
Bühnen der Stadt Gera, 1992
Ulrich Zaum
Tür und Tor (UA)
Theater Dortmund, 1992
Dario Fo
Die Tigergeschichte
Schauspielhaus Bochum, 1991
Edward Albee
Die Zoogeschichte
Nationaltheater Mannheim, 1990
J.W. v. Goethe
Der Bürgergeneral
/Thomas Brasch
Vorspiel im Himmel(UA)
Nationaltheater Mannheim, 1990
Velimir Chelbnikov
Zangezi
Städtische Bühnen Freiburg, 1986
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